Die erste Wohnung – die meisten unter uns können sich noch gut daran erinnern. Man war sehr aufgeregt, froh, überhaupt eine Wohnung gefunden und bekommen zu haben. Die Entscheidung für die erste eigene Wohnung ist dabei oftmals recht spontan und mit vielen Emotionen verbunden. Erweist sich die Wohnung im Nachhinein dann doch nicht als die „erste Wahl“, ist man schnell frustriert. Doch was sind die Kardinalfehler bei der Wahl der ersten Wohnung.

 

Lage und Mobilität

 

Wer Erfahrungen bei der Suche nach einem neuen Zuhause hat, legt zuerst die Gegend fest, in der man leben möchte. Ein wesentlicher Aspekt ist dabei die Verkehrsanbindung und Mobilität. Wenngleich eine Wohnungen auf dem Land aufgrund der günstigeren Mieten und der größeren Verfügbarkeit locken, sollte man sich dies drei Mal überlegen, wenn man arbeitstäglich zur Ausbildung oder zur Universität fahren muss. Schnell wird dann nämlich die ersparte Miete durch hohe Bahn- oder Benzinkosten aufgefressen – unabhängig von der verlorenen Zeit. Außerdem sollte man an seine Gewohnheiten wie Sport- oder Bildungsaktivitäten denken. Und ausgehen möchte man ja auch noch ...

 

Größe der Wohnung

 

Nicht nur, weil sie vermutlich auch eher bezahlbar ist, sollte man bei seiner ersten Wohnung auf die Größe achten. Eine 1-Zimmer oder 2-Zimmer-Wohnung ist in der Regel vollkommen ausreichend. Bei einer 1-Zimmer-Wohnung gibt es trotzdem ein Bad und eine Küche (ansonsten muss es „integrierte Wohnküche“ lauten). Diese Räume zählen also nicht mit. Selbstverständlich jedoch bei der Wohnflächenberechnung.

 

Kosten

 

Wie bereits angedeutet, unterliegen Wohnungen einem Quadratmeterpreis. Die Miete ermittelt sich also nach der Größe der Wohnung. In einer ansonsten ähnlichen Gegend sind kleinere Wohnungen also günstiger als größere. Beachten sollte man, dass erfahrungsgemäß auch die Nebenkosten proportional mit der Größe der Wohnung steigen. Am Mietpreis orientiert sich auch die Höhe der Mietkaution. Es gilt generell die Kostenregel, wonach die Miete nicht mehr als ein Drittel des Nettoeinkommens übersteigen sollte. Dies hängt jedoch davon ab, wie viel Ausgaben man ansonsten hat. Wichtig ist, sich bei seinen Möglichkeiten nicht zu überschätzen. Wer sich eine erste eigene Wohnung nur deshalb leisten kann, weil er plant, in Zukunft etwas dazuzuverdienen, der sollte abwägen, ob dann jetzt wirklich schon der richtige Zeitpunkt ist. Vermutlich eher nicht.

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